Fünfsträngige Hefezöpfe mit und ohne Hagelzucker – ja man kann nicht nur Haare flechten…

Hallo ihr Lieben,

ja so schnell melde ich mich wieder zurück. Wie ergeht es euch eigentlich? Habt ihr auch so tolles Wetter? Bei uns ist es einfach traumhaft sommerlich, sooo schön 🙂 . Es wird aber auch langsam Zeit, dass die Sonne länger als ein Tag scheint und man tolle Temperaturen hat. So geht es einem doch gleich viel besser!

Doch trotz das es draußen so schön ist, lasse ich es mir nicht entgehen, am Laptop zu sitzen und das ein oder andere Rezept online zu stellen. Denn schließlich möchte ich euch ja auch Lesematerial geben und mein Blog soll ja auch nicht offline sein. Deswegen schaue ich einfach jetzt wieder öfters auf meinen Blog und schreibe den ein oder anderen Post. Hab ja noch einiges an Material, was ich euch unbedingt zeigen möchte 🙂 .

Deswegen würde ich sagen, auf eine Blogpostreiche Zukunft!!!

Doch zuerst, wie bin ich denn auf die Idee gekommen, mir überhaupt das Thema „geflochtene Hefezöpfe“ anzunehmen? Ganz einfach, es war mal wieder ein Wunsch eines Zuschauers von meinen Streams. Vor einigen Wochen fragte ich gespannt in die Runde, welche Themen sie denn in Zukunft interessieren würden. Kurze Zeit kam nichts, deswegen war dann meine Überlegung, dass ich dann einfach für das nächste Mal entscheide, was gestreamt wird. Doch bevor ich den Gedanken überhaupt fertig denken konnte, schrieb ein Zuschauer, dass er Hefezöpfe richtig gut findet. Abgesehen von Geschmack findet er das Geflochtene wunderschön. Und ja, da kann ich natürlich nur zustimmen. Weil wenn man seine Stränge gescheit rollt, sie alle gleich dick und lang sind, ist die erste Hürde schon mal geschafft.

zopf mit 2

Und dann kommt die Überlegung, wie viel Stränge verwende ich denn jetzt? In klassischen Bäckereien sieht man natürlich immer Hefezöpfe, welche aus drei Strängen geflochten sind. Ist natürlich auch sehr schön, doch man will sich ja auch selbst mal testen und schauen, bekomme ich das auch mit mehr hin? Deswegen war mir schnell klar, ich möchte nicht mit 3 sondern mit 5 Strängen flechten. An diesen kann ich mich noch sehr gut erinnern, denn in meiner Bäckerabschlussprüfung mussten wir aus Salzteig auch Zöpfe flechten. Schon damals hat mir der Zopf aus 5 Strängen einfach mehr getaugt und gefallen. Gut, der erste Punkt war schon mal abgehakt. Nun ging es darum, flechte ich ihn flach oder hoch. Ja auch da gibt es wieder Unterschiede. Doch am Ende entschied ich mich für den flachen Zopf, weil er auch noch leichter geht 😉 . Aber letztendlich ist es egal, beide Versionen schauen wunderbar und schlicht schön aus.

Wovon ich auch ein großer Fan bin ist, wenn in den Hefezöpfen Rosinen verarbeitet sind. Gibt dem ganzen nochmal einen schönen, leckeren und klassischen Geschmack. Doch für die Schönheit und die Kunst des flechtens habe ich mich gegen die Rosinen entschlossen. Weil ich finde, vereinzelt bekommt man keine schönen Ecken hin und man kann den Übergang von einem Strang zum anderen nicht richtig erkennen. Ich denke, ihr versteht was ich meine 🙂 . Und wie ich gerade lustigerweise feststelle, durch das Schreiben des Posts bekomme ich gleich Appetit auf einen Hefezopf. Also manchmal hat das Schreiben auch seine Schattenseiten. Man berichtet von einem Projekt, bringt dies auf Papier und zack meldet sich ein kleines Hüngerchen an. Wie ungerecht es manchmal auch sein kann… Haha 😀 .

Doch bevor ich mir jetzt einen Hefeteig ansetze, damit ich mir dann später wieder einen Zopf flechten kann und der Post gar nicht fertig wird, starte ich am besten mit der Erklärung. Wie bin ich vorgegangen, was habe ich beachtet, worauf musste ich besonders schauen,… Ich wünsche euch ganz viel Spaß. Solltet ihr Fragen haben, scheut euch nicht und stellt sie mir einfach. Ihr könnt mich hier und auf Instagram erreichen (auf Twitter bin ich nicht mehr verfügbar, nicht dass ihr euch wundert). Have fun!

 

Zutaten für 1 Hefezopf:

1kg Mehl, 1 Würfel Hefe (42g), 110g Zucker, 250ml lauwarme Milch, 120g weiche Butter, 3 Eier, 1 Prise Salz, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Eigelb, Hagelzucker

 

Herstellung:

Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde hineindrücken. Hefe in die Mulde bröseln, 1 Prise Zucker und 4 EL von der Milch zur Hefe geben. Vorsichtig mit etwas Mehl vermischen. Vorteig in der Schüssel zugedeckt an einem warmen Ort 20 Minuten gehen lassen, bis er Blasen wirft. Restlichen Zucker, restliche Milch, Butter, Eier, Salz und Vanillezucker zum Vorteig geben.

Mit den Händen solange kneten, bis kein Teig mehr an den Fingern kleben bleibt und man eine glatte Beschaffenheit hat. Das dauert meist so 3-4 Minuten. Aus dem Teig eine Kugel formen, in eine Schüssel legen und zugedeckt an einem warmen Ort weitere 40 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat.

Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig in 10 gleiche Kugeln teilen und diese zu lange, gleichmäßige Stränge rollen. Jetzt wird es etwas kniffelig, ich hoffe ihr versteht das Flechten. Wenn etwas unklar ist, fragt einfach nach 🙂 .

Die Stränge nebeneinander legen und oben festdrücken. 2 Stränge links und 3 Stränge rechts anordnen. Den rechten äußeren nach links innen legen, links außen nach rechts innen legen. Dieses Prinzip so oft weiterführen, bis ihr unten am Ende angekommen seid. Nun ist der erste Zopf geflochten. Das selbe Prinzip führt ihr nochmal aus, damit ihr einen zweiten Zopf habt. Ist dies geschehen, unten fest machen und auf das mit Backpapier belegte Blech legen.

Eigelb verquirlen, auf beide Zöpfe pinseln. Den einen mit Hagelzucker bestreuen, den anderen gerne ohne belassen. Solltet ihr Hagelzucker nicht so mögen, könnt ihr beide auch gerne ohne backen.

Backblech auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 35-40 Minuten backen. Die Backzeit kann je nach Ofentyp variieren. Nach etwa 20-25 Minuten mit Backpapier abdecken, damit der Zopf nicht zu braun wird. Nach 35 Minuten die Klopfprobe mit dem Fingerknöchel machen: Klingt der Zopf hohl, ist er fertig. Dieses Verfahren verwendet man auch beim Brot backen. Man klopft einfach an die Unterseite des Brotes, klingt dies hohl, ist das Brot fertig. Ein kleiner Tipp, welcher sehr viel bewirkt 🙂 .

Nun auskühlen lassen und noch leicht warm genießen. Schmeckt super gut, mit etwas Butter pur oder leicht säuerlicher Marmelade. Ich bin absoluter Fan von solchen Gebäcken, weil sie super einfach und extrem lecker sind. Was haltet ihr von diesem Projekt? Habt ihr schon einmal Hefezöpfe geflochten und gebacken oder seit ihr eher so unterwegs, welche dies nicht mögen?

Wenn ihr schon mal welche gebacken habt, könnt ihr sehr gerne eure Erlebnisse hier teilen. Ich bin super gespannt auf das, was ihr damit schon erlebt habt 🙂 .

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Tag und sage bzw. schreibe bis ganz bald 🙂 .

 

Liebe Grüße, Terry.

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